Informationen zum Onlineshopping - Bezahlung - Hinweise für den Zahlungsverkehr mit Japan
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Bevor wir uns mit dem Thema näher befassen, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass Japan ein Inselstaat ist und die Bevölkerung eine entsprechende Mentalität hat. Viele, sehr viele Japaner, sind nicht mit den Möglichkeiten des internationalen Zahlungsverkehrs vertraut, selbst viele, die seit Jahren international kaufen und verkaufen!
Des weiteren sollte klar sein dass in Japan, ebenso wie in Deutschland, es selbstverständlich ist dass der Käufer für die Kosten des Zahlungsverkehrs einzustehen hat. Mit dieser Info im Hinterkopf lässt es sich beiderseits leichter handeln.
Zahlungen NACH Japan:
1. Postbanküberweisung
Für Zahlungen von D nach J die sicherste, einfachste und billigste Methode. Sie setzt jedoch auf japanischer Seite ein Postgirokonto voraus ("yuubin-furikae-kouza"). Die Gebühren betragen auf deutscher Seite 1,50 Euro und auf japanischer Seite nichts. Die Zahlung dauert ab Lastbuchung zwei bis drei Werktage, die Kontrolle auf japanischer Seite jedoch länger, da die Kontoauszüge nicht online abrufbar sind. Das japanische Postgirokonto kostet, wie alle japanischen Konten, keine monatlichen Gebühren, und die Eröffnung sollte daher japanischen Verkäufern mit Zahlungseingängen aus Deutschland empfohlen werden. Zahlungen können ab Deutschland in Euro und in Yen erfolgen. Euro-Zahlungen werden in Japan vom zuständigen Postgiroamt zu einem guten Kurs in Yen umgerechnet.
2. Banküberweisung
Diese ist zwar genauso schnell wie die Post, aber es entstehen auf beiden Seiten horrende Gebühren (in Japan zwischen umgerechnet 12 und 20 Euro, je nach Bank). Ausserdem kann es erforderlich sein, dass der Zahlungsempfänger extra zur Bank muss, um diversen Schriftkram zu erledigen. Das bedeutet i.d.R. Zeitverlust von 30 bis 60 Minuten. Zu beachten ist, dass eine Zahlung in einer anderen Währung als der Landeswährung Yen mit zusätzlichen Gebühren belegt wird.
3. Bankscheck
s. 2), nur dass die Postlaufzeit hinzukommt.
4. Postanweisung
Diese Möglichkeit ist in Deutschland teuer und in Japan fuer den Empfänger kostenfrei. Allerdings muss er zweimal zur Post laufen - einmal, um den Einschreiber mit der Postanweisung in Empfang zu nehmen, und einmal, um das Formular am Geldschalter in Bares umzuwandeln. Hat sich gebührenmaessig lt. Angaben von Kunden bislang bewährt für Zahlungen aus Frankreich, Italien, Spanien und Thailand.
5. PayPal
In Japan kaum vertreten, obwohl PayPal auch Seiten in japanischer Sprache, Yen-Konten und Überweisung auf japanische Bankkonten anbietet. Hinzu kommt, dass die meisten japanischen PayPal-Anbieter ihre Konten in US$ führen, da es kein "PayPal.jp" gibt. eBay ist seit 2002 nicht mehr in Japan vertreten. Die Nummer 1 auf dem japanischen Markt ist Yahoo Japan mit einem eigenen Kreditkartenabrechnungssystem. Eine Zahlung aus Deutschland würde also zunächst zum üblichen schlechten PayPal-Kurs in US$ umgerechnet, und der Empfänger hier müsste nochmals in Yen umrechnen und sein Guthaben für weitere umgerechnet ca. 4 Euro von PayPal.com nach Japan abziehen.
6. Bargeld im Brief
Die japanische Post ist absolut zuverlässig! Banknoten der folgenden Währungen kann man auf jeder Bank mit Devisenschalter und auf jedem grossen Postamt in Yen umtauschen: USD, EUR, GBP, CHF, CAD, AUD. Hierbei gilt, dass der Dollarkurs die geringste Marge Ankauf zu Verkauf hat, so dass man vielleicht zunächst überschuessige Dollarnoten senden sollte. Wenn man keine hat, tun es natürlich auch Euro...
In Japan ist die Zahlungsart "bar im Brief" seit Bestehen der japanischen Post üblich - es gibt hier sogar besondere Umschläge dafür.
Zahlungen VON Japan
1. Postbanküberweisung
Hier kann der japanische Zahler zwischen zwei Zahlungsarten wählen:
  • Postgiroüberweisung vom eigenen Konto ("yuubin-furikae-kouza"). Diese kostet betragsunabhängig ca. 3 Euro auf japanischer Seite und ist für den Inhaber eines deutschen Postbankkontos kostenfrei, da Japan auch am "Eurogiro"-Dienst teilnimmt (bitte nicht mit "IBAN / BIC" verwechseln, diese Angaben nutzen hier ohnehin nichts...
  • Bareinzahlung am Postschalter auf ein deutsches Postbankkonto. Die Gebühr ist hier betragsabhängig und beträgt mindestens 700 Yen (ca.5,50 Euro). Der deutsche Empfänger zahlt auch hier nichts. WICHTIG: Für beide genannte Arten der Postgirozahlung benötigt der japanische Zahler die Angabe der Kontonummer, der Postbankfiliale und der BLZ. Nochmal: IBAN / BIC sind nutzlos!
2. Banküberweisung
Diese ist zwar genauso schnell wie die Post, aber es entstehen auf beiden Seiten horrende Gebühren (in Japan zwischen umgerechnet 12 und 20 Euro, je nach Bank). Ausserdem muss der Zahler extra zur Bank laufen, um diversen Schriftkram zu erledigen. Das bedeutet i.d.R. Zeitverlust von 30 bis 60 Minuten.
3. Bankscheck
s. 2), nur dass die Postlaufzeit hinzukommt.
4. Postanweisung
Eine Postanweisung in ein Land mit Postanweisungsdienst kostet von Japan aus 1000 Yen (ca. 7,50 Euro) Grundgebühr und ist betragsabhängig. Ob die Auszahlung solcher Anweisungen in Deutschland noch kostenfrei ist, entzieht sich derzeit meiner Kenntnis.
5. PayPal
In Japan kaum vertreten, obwohl PayPal auch Seiten in japanischer Sprache anbietet. Japan hat eine höhere Kreditkartendichte pro Kopf als die USA, und die Limits pro Karte sind auch wesentlich höher (man fängt bescheiden mit ca. 2.000 Euro Limit an). Da PayPal japanischen Nutzern keine Möglichkeit bietet, das Konto per Banküberweisung aufzuladen, sind nur Kartenzahlungen möglich, die ausserhalb Japans die Extragebühr fuer internationale Zahlungen verursachen. Diese Zahlungsart kann für den Empfänger reichlich teuer werden. VORSICHT dabei vor Zahlungen von angeblichen Japanern mit Adressen in Hongkong, China oder Korea. Die meisten Fälle von Kartenbetrug mit japanischen Karten gehen auf Aktionen chinesischer und koreanischer Banden zurück. Wer wissen will, ob ein Name wirklich japanisch ist, oder eine Adresse wirklich zu Japan gehört, kann mich gern kurz anmailen.
6. Bargeld im Brief
Die japanische Post ist absolut zuverlässig! Banknoten in US$ und Euro bekommt man auf jedem grösseren Postamt. Auf Banken werden oft leider nur "Packs" abgegeben, die bereits Banknoten für einen bestimmten Gesamtbetrag enthalten, weshalb der Zahler gut beraten ist, sich auf der Post zu versorgen. Nur die grösseren Ämter ("shuuhai-kyoku") bieten Devisen an. Waehrend man die beiden genannten Sorten i.d.R. sofort mitnehmen kann, müssen andere Sorten bestellt werden, was zwei bis vier Werktage dauern kann. Wenn der Zahler eine Filiale der Bank of Tokyo-Mitsubishi in erreichbarer Nähe hat, kann er sich dort mit fast jeder konvertierbaren Währung der westlichen Welt sofort eindecken. D.h. wer auf Zahlung in norwegischen Kronen besteht, soll seinen Kunden dorthin verweisen ;-) Wie bereits angesprochen - Zahlung bar im Brief ist hier üblich, und im Gegensatz zu manchem Käufer aus USA oder Europa wird kaum ein Japaner Zeter und Mordio schreien, wenn es darum geht, 5 Euro in einen Umschlag zu packen...
Quelle: Ex-eBay-Mitglied hamelenser
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